Neue Therapieformen von seltenen Lungenkrankheiten
Im Kongresscenter Basel trafen sich 150 Fachleute der pulmonalen Rehabilitation aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das D.A.CH-Symposium fand am 6. November zum ersten Mal in der Schweiz statt. Diskutiert wurden etablierte und neue Therapieformen auf dem Gebiet der Lungenerkrankungen.
Das zum dritten Mal stattfindende Symposium mit 150 Teilnehmenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befasste sich mit spezifischen Fragen zur Rehabilitation von seltenen Lungen-erkrankungen. Die pulmonale Rehabilitation bei Asthma und vor allem bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung („Raucherbronchitis“) ist eine wissenschaftlich etablierte Behandlungsmethode. Das Symposium vom 6. November in Basel beschäftigte sich schwergewichtig mit Fragen zum Einsatz der pulmonale Rehabilitation bei ausgefallenen Leiden wie Lungenhochdruck und Lungengerüsterkrankungen. Im Weiteren war ein Themenblock der spezifischen Atemphysiotherapie bei diesen Patientengruppen gewidmet. Eine Sitzung diskutierte schliesslich die Rehabilitation im Umfeld von lungenchirurgischen Verfahren wie Lungenvolumenreduktion und Lungentransplantation.
Interdisziplinärer Therapieansatz
Die Besonderheit des Kongresses war das gemeinsame Tagen der Lungenspezialisten zusammen mit den spezialisierten Rehabilitations- und Atemtherapeuten. Dies ist Ausdruck des interdis-ziplinären Therapieansatzes. Die international anerkannten Referentinnen und Referenten sorgten für ein exzellentes fachliches Niveau. Eine Fortsetzung der regelmässigen Tagungen ist bereits geplant.
Was ist pulmonale Rehabilitation?
Die pulmonale Rehabilitation ist eine multidisziplinäre Behandlungsform, bei der schwer kranke Lungenpatienten eine fachärztlich gesteuerte Trainingstherapie, Ernährungstherapie, Krankheits-schulung und auch psychologische Unterstützung erhalten. Parallel dazu werden die medikamen-tösen Therapien optimiert und die notwendigen Heimtherapien wie beispielsweise die Sauerstoffheimtherapie eingesetzt. Die pulmonale Rehabilitation ist hochwirksam und in den internationalen Richtlinien als anerkannte Methode etabliert. Sie kann speziell die Lebensqualität und Anstren-gungstoleranz der chronischen Lungenpatienten deutlich steigern.
Erstmals in der Schweiz organisiert
Das D.A.CH Symposium im Kongresscenter Basel wurde organisiert von Dr. med. Martin Frey, Chefarzt Pneumologie der Klinik Barmelweid und Präsident der Kommission für pulmonale Rehabi-litation und Patientenschulung SGP (Schweizerische Gesellschaft für Pneumologie). Dabei hat Dr. Frey eng mit den Präsidenten der entsprechenden Organisationen in Deutschland und Österreich zusammengearbeitet. D.A.CH steht für die drei teilnehmenden Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Kontakt

- Martha Brem

